Das Salzburger Modell
der Entwicklungsfördernden Betreuung

„Ein Kind mit Berührungen zu füttern, seine Haut und seinen Rücken zu nähren, ist ebenso wichtig, wie seinen Magen zu füllen.“ (Leboxer, 1995)

Das Salzburger Modell der Entwicklungsfördernden Betreuung

Im Jahr 2000 begannen wir, das Salzburger Modell der Entwicklungsfördernden Betreuung, basierend auf dem NIDCAP-Programm, aufzubauen. Unsere Schwerpunkte waren die Entwicklung des Gehirns, die Integration der Familie und eine individualisierte Betreuung.
Die Säulen unseres Modells sind:

  • Erstversorgung nach LISA (u.a. initial weder intubiert, noch maschinell beatmet) und Bonding (Känguruhen, kuscheln) in der ersten Stunde nach der Geburt
  • Integration der Eltern
  • entwicklungsfördernde Umgebung und Betreuung
  • Ernährung mit Muttermilch/Frauenmilch
  • psychologische Betreuung der Familie
  • individualisierte, beziehungsorientierte Betreuung des Kindes nach NIDCAP
  • Teambegleitung
  • Schmerzmanagement
  • Case and Care Management
  • Palliative Care
  • Neonatologische Weiterbetreuung

 
Alle Innovationen wurden von den ärztlichen und pflegerischen Führungskräften, den Entscheidungsträgern der Salzburger Landeskliniken und dem Land Salzburg mitgetragen. Ohne diese inhaltliche und finanzielle Unterstützung wäre eine Implementierung und Weiterentwicklung nicht möglich gewesen.
Der Bau des Eltern-Baby-Zentrums zu diesem Zeitpunkt war ein Glücksfall, da von Beginn an alle erforderlichen räumlichen Voraussetzungen geplant werden konnten, die für unser Projekt unabdingbar waren. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die „Kunst am Bau“ gelegt, welche die Idee hinter dem Projekt vermittelt.

NIDCAP hat sich aus der neurophysiologischen Wissenschaft entwickelt. Deren Erkenntnisse fließen zunehmend auch in das medizinische Management ein.

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